Heute stehe ich voll und ganz hinter dieser Aussage.
Vor ein paar Jahren ging es mir ganz anders. Nach fast 29 Jahren im Angestelltenverhältnis bei einem japanischen Konzern landete ich im Burnout. Eine Depression mit Panikattacken und allem was dazu gehört. Gleichzeitig alle möglichen körperlichen Beschwerden und Schmerzen, die in der Kombination viel meiner Zeit bei Ärzten und Therapeuten einnahmen. Die Rückkehr an den Arbeitsplatz nach 8 Monaten (zeitgleich in der C.-Phase) war ernüchternd und extrem schwierig für mich. Das Vertrauen in meine Person schien gestört, was mich völlig überraschte und womit ich sehr schwer umgehen konnte. Was auch immer passierte, war ein Schups des Lebens in eine andere Richtung. Ich kündigte meine geliebte Arbeitsstelle und sortierte mich neu, begann intensiv mit Persönlichkeitsentwicklung und arbeitete meine Themen in diversen Ausbildungen wie CP Coach und Systemaufstellungen auf. Es sind nicht die anderen verantwortlich, es liegt in einem selbst.

Damals zweifelte ich exterm an meiner Person, an meinem Wissen und Können und an meinen Talenten. Und es treibt mir heute noch ein paar Tränen in die Augen, wenn ich an diese Zeit denke. Doch was hat sie mich gelehrt:

*niemals aufgeben
*reflektieren
*in der Tiefe nach Antworten suchen und finden
*annehmen, was ist
*es gibt immer eine Lösung
*du bist stärker als du denkst
*das Leben schenkt dir neue Möglichkeiten
*loslassen
*dir Zeit für dich nehmen, ist wichtig
*Gesundheit ist das höchste Gut
*Selbstliebe und Selbstfürsorge
*das Leben ist ein Geschenk
*Achtung vor all dem, was ich lernen durfte
*Achtung vor dem Schicksal, vor dem Größeren
*alles hat einen Sinn
*wenn eine Entscheidung ansteht und ich sie nicht treffe, wird sie für mich getroffen

Ich bin dankbar für alles, was ich erfahren durfte. Obgleich ich es niemanden wünsche. Das klingt vielleicht komisch. Allerdings hätte ich wohl niemals all diese Facetten des Lebens, all diese Herausforderungen und die daraus resultierenden neuen Möglichkeiten kennengelernt, wenn es nicht passiert wäre.
Ich habe eine neue Sichtweise auf die Dinge und sehe meinen Anteil. Damit integriere ich die Vergangenheit und lehne sie nicht ab, auch wenn`s schlimm war. Es war genau so. Annehmen, was ist und schlechte Gefühle lösen sich auf. Ich bin so reich beschenkt worden in meiner Zeit als Angestellte und danke meinen Arbeitsgebern für alles, was ich bekommen habe: Wissen, Ausbildungen, Unterstützung, Verbundenheit, Geld, Auto, Boni, Nachsicht, Mitarbeiter und vieles mehr.

Das Leben ließ mich einen wertvollen Erfahrungschatz sammeln, von dem meine Privat- und Firmenkunden heute wunderbar profitieren können.

Ich bin EINZIGARTIG, weil ich bin, wer ich bin.
Herzlichst,
Ulrike